07
Dezember
2021
|
14:00
Europe/Amsterdam

Ein Haus mit Geschichte

A. Lange & Söhne erinnert an das 20-jährige Jubiläum der Wiedereröffnung des Stammhauses und an ein besonderes Datum.

Mit dem Lange-Stammhaus verbindet sich eine wechselvolle Geschichte: Das von Manufakturgründer Ferdinand Adolph Lange, der den Grundstein für die sächsische Feinuhrmacherei legte, im Jahr 1873 fertiggestellte Gebäude war über 70 Jahre lang zugleich Wohnsitz der Familie Lange und Entstehungsort einzigartiger uhrmacherischer Meisterwerke – bis zur Enteignung im Jahr 1948. Seit genau 20 Jahren ist das denkmalgeschützte Stammhaus wieder in Betrieb.

Es befindet sich im Zentrum der Uhrenstadt Glashütte, am Ferdinand-Adolph-Lange-Platz 1: ein dreigeschossiges Gründerzeitgebäude mit heller Fassade, hohen Fenstern und markanten Uhrengiebeln. Das sogenannte Stammhaus von A. Lange & Söhne, in dem heute Bereiche der Verwaltung untergebracht sind, ist der mit Abstand älteste Teil des Manufakturkomplexes. „Die Bedeutung des Gebäudes für uns, aber auch für die Stadt Glashütte und für die sächsische Feinuhrmacherei ist enorm“, betont Lange-CEO Wilhelm Schmid, dessen Büro sich ebenfalls im Stammhaus befindet. „Wenn man dieses Gebäude betritt – ob als Mitarbeiter oder Besucher –, geht man unweigerlich auf Tuchfühlung mit der Geschichte von A. Lange & Söhne und der sächsischen Feinuhrmacherei. Sie spiegelt sich direkt in unserer Arbeit wider, denn mit ihr verbinden sich nicht nur höchste Ansprüche, sondern sie ist auch Ansporn, uns weiterzuentwickeln und Neues zu schaffen.“

Die Geschichte des Stammhauses begann einige Jahre, nachdem Ferdinand Adolph Lange seine Manufaktur gründete. Da die Produktionsräume, in denen die Uhrmacher seit 1845 ihrer Arbeit nachgingen, schnell zu eng wurden, ließ der Unternehmer unweit des alten Standorts ein neues Gebäude errichten, das 1873 bezogen wurde. Neben den Fabrikbereichen im lang gestreckten Anbau umfasste es auch die Wohnung der Familie Lange, sodass es seitdem als das Stammhaus galt.

Auch weil die vielen Fenster für maximales Tageslicht im Innern sorgten, bot das Gebäude beste Arbeitsbedingungen. Eine weitere bauliche Besonderheit erinnert noch heute an den Pionier der Uhrmacherkunst: eine Pendeluhr mit einem neun Meter langen Drei-Sekunden-Präzisionspendel, das in einem Schacht durch alle drei Stockwerke hindurchführt.

Obwohl Ferdinand Adolph Lange zwei Jahre nach der Fertigstellung des Neubaus starb, erlebte er noch den Beginn der großen Blütezeit seines Unternehmens. Ab 1870 stieg die Nachfrage nach Lange’schen Präzisionstaschenuhren rapide, sodass seine Söhne Emil und Richard Lange bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 Erweiterungen am Stammhaus umsetzten. Ab 1906 fanden auch die Gold- und Silberwerkstatt, ein Lötofen, die Gehäusefertigung, die Finissage und die Bereiche für Vollendung, Verpackung und Versand ihren Platz im Haus.

Mit dem Zweiten Weltkrieg endete die über 100-jährige Erfolgsgeschichte. Am letzten Kriegstag wurde ein naheliegendes Produktionsgebäude bei einem Bombenangriff zerstört, es kam zu Plünderungen der Manufaktur und am 20. April 1948 zur Enteignung durch die damaligen Machthaber. Ab 1951 wurde das attraktive Stammhaus als Verwaltungsgebäude des Kombinats „VEB Glashütter Uhrenbetriebe“ (GUB) genutzt.

Die Wiedervereinigung Deutschlands eröffnete Walter Lange, dem Urenkel von Ferdinand Adolph Lange, die historische Chance, die Marke A. Lange & Söhne wiederzubeleben: Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Günter Blümlein gründete er im Jahr 1990 die Lange Uhren GmbH mit Sitz in Glashütte.

Nach vielen Jahren zäher Verhandlungen mit der Treuhandanstalt, die mit der Umwidmung ehemaliger DDR-Liegenschaften beauftragt war, konnten sie das Stammhaus schließlich im Jahr 2000 von der Stadt Glashütte zurückkaufen. Um das Gebäude wieder im Sinne der Feinuhrmacherei nutzen zu können, wurde es zu einer modernen Verwaltungs- und Produktionsstätte ausgebaut. Die feierliche Eröffnung fand am 7. Dezember 2001 statt – ein geschichtsträchtiges Datum, denn am 7. Dezember 1845 gründete Ferdinand Adolph Lange seine Manufaktur und auf den Tag genau 145 Jahre später erfolgte die Neugründung durch seinen Urenkel.

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Über A. Lange & Söhne
Der Dresdner Uhrmacher Ferdinand Adolph Lange legte mit der Gründung seiner Uhrenmanufaktur 1845 den Grundstein für die sächsische Feinuhrmacherei. Seine hochwertigen Taschenuhren sind bei Sammlern in aller Welt noch immer heiß begehrt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Unternehmen enteignet, und der Name A. Lange & Söhne geriet beinahe in Vergessenheit. Im Jahr 1990 wagte Walter Lange, der Urenkel von Ferdinand Adolph Lange, den Neubeginn. Heute werden bei Lange pro Jahr nur wenige Tausend Armbanduhren größtenteils aus Gold oder Platin hergestellt. In ihnen arbeiten ausschließlich im eigenen Haus entwickelte und aufwendig von Hand dekorierte und zweifach montierte Uhrwerke. Mit 68 Manufakturkalibern seit 1990 nimmt A. Lange & Söhne eine Spitzenposition in der Uhrenwelt ein. Zu den großen Erfolgen zählen Markenikonen wie die LANGE 1 mit dem ersten Großdatum in einer in Serie gefertigten Armbanduhr und die ZEITWERK mit ihrer exakt springenden Ziffernanzeige. Außergewöhnliche Komplikationen wie die ZEITWERK MINUTENREPETITION, der TRIPLE SPLIT sowie das bisher komplizierteste Modell, die im Jahr 2013 vorgestellte und auf sechs Exemplare limitierte GRAND COMPLICATION, stehen für das Bestreben der Manufaktur, ihre traditionsreiche Kunst zu immer neuen Höhen zu führen. Die 2019 eingeführte sportlich-elegante ODYSSEUS markiert den Beginn eines neuen Kapitels für A. Lange & Söhne.

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Arnd Einhorn, Head of Corporate Communications & Product PR
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